Archiv 2014

22.11.2014 Informationstafel der Höhlenrettung informiert Besucher der Falkensteiner Höhle

Vor einigen Jahren wurde die Errichtung einer Informationstafel an der Falkensteiner Höhle vorgeschlagen. Bedingt durch eine Vielzahl von tatsächlichen und vermeintlichen Hindernissen dauerte die Aufstellung bis zum 22. November dieses Jahres.
An diesem sonnigen Samstagmorgen war es dann soweit: Eugen Banzhaf lieferte das fertig montiertes Gestell zum Parkplatz der Falkensteiner Höhle, das sodann von Daniel Geil, Christopher Ross, und Michael Wasmund einbetoniert wurde.
Dank an Albrecht Schlierer für Entwurf und Druck, auch an Eugen Banzhaf, der das notwendige Material als Spende zur Verfügung stellte.

Graham Nash

 

Bild: E. Banzhaf, anklicken zum vergrößern

 

09.11.2014 Rettungstraining im Bergerk Himmlisches Heer in Hallwangen

SWP vom 29.11.2014

 

15.09.2014 Sicherungsarbeiten in Wildberg

Heute stand für uns Höhlenretter mal etwas Ungewöhnliches auf dem Programm:
Bereitschaft vor Ort für einen eventuellen medizinischen Notfall durch z.B. Verklemmen oder Bewusstlosigkeit bei Arbeiten in einem Rohr.
Ein Mitarbeiter der Firma Stetter hatte die Aufgabe zwei Stahlseile durch ein sehr enges Rohr mit Versorgungsleitungen zu ziehen, welches unter der Nagold und einer Straße hindurchführt und 35 Meter lang ist. Das Rohr ist normalerweise komplett mit Wasser gefüllt. Für die Arbeiten wurde das Wasser abgepumpt. Der Zugang zu diesem Rohr ist nur über Schächte von beiden Seiten möglich.
Leider verhedderten sich die beiden Seile beim Einziehen. Da die Straßensperrung nicht solange genehmigt war, gab es einen weiteren Termin zum Entwirren der Seile 2 Tage später.
Die Arbeiten verliefen zu beiderseitiger Zufriedenheit. Danke an die Firma Stetter, die es uns so ermöglicht hat unsere Vereinskasse aufzubessern.

Axel Bystrzinski

 

Bilder: A. Bystrzinski, Hr. Fittig, Hr. Sadlers

 

07.09.2014 Vereinsausflug

Wie bereits im letzten Jahr führte uns der diesjährige Vereinsausflug in den Schwarzwald in einen Altbergbau. Obwohl die Wetteraussichten nicht viel versprachen wurden wir doch mit wunderschönen Wetter überrascht. Am späten Vormittag trafen wir uns ganz in der Nähe der Grube St. Michael. Nach einer kurzen Begrüßung und einer Einführung in die Geschichte des Bergwerkes wurden wir von einem Kollegen des Fledermausschutzes zum Bergwerk geführt.
Im Bergwerk befindet sich ein ca. 25m tiefer, ungesicherter Schacht. Man bat uns diesen Schacht so abzusichern, dass niemand mehr unmittelbar gefährdet ist. Wir befestigten dazu eine horizontale Sicherung.
Der Schacht wurde von uns vertikal eingebaut und befahren.
Während ein paar Personen anschließend noch die Grube Maria Magdalena befuhren, traf sich der Rest von uns zum gemeinsamen Essen in einer netten Gaststätte in der Nähe.

Axel Bystrzinski

 

Bilder: A. Bystrzinski u. M. Gross

 

17.08.2014 Einseiltechnik mit Albi

Für die Daheimgebliebenen wurde in den Ferien von Albi ein Einseiltechniktraining im Dobelhaldenschacht durchgeführt. Am Übungsopfer, das diesmal ein Dummy war, konnten alle Beteiligten das zuvor im April erlernte unter Beweis stellen.

Axel Bystrzinski

 

27.07.2014 Tauchertreffen

So kurz vor den Sommerferien wollte wohl niemand mehr ins Wasser. So waren es letztendlich nur 2 Taucher, die an diesem Tag in die Wulfbachquellhöhle gingen. Geplant war eigentlich ein weiterer Vorstoß hinter den Ohropax. Auf Grund der geringen Teilnehmerzahl wurde allerdings umdisponiert: die geringe Teilnehmerzahl bedeutete auch bessere Sicht und mehr Zeit. So wurden Filmaufnahmen gemacht. Nach insgesamt knapp 3 Stunden kamen wir dann sichtlich ausgekühlt wieder am Eingang an. 

Axel Bystrzinski
Film: B. Hugger
Hinweis: Um den Film abspielen zu können muss ein MP4-Player installiert sein. Den gibt es z.B. hier: www.videolan.org/vlc
 

26.07.2014 Schulsanitätstag

Der 10. Schulsanitätstag fand am 26. Juli wieder auf der Insel Reichenau in der Walahfrid-Strabo-Schule statt.
Es reisten rund 500 Schulsanitäter/-innen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aus den Schulsanitätsdienstgruppen aus dem ganzen Einzugsgebiet des DRK-Landesverbandes des Badischen Roten Kreuzes an. Der Tag diente dazu, das Engagement im Schulsanitätsdienst zu würdigen und allen Teilnehmern/ -innen zu danken. Sie hatten wieder die Gelegenheit die zahlreichen Handlungsmöglichkeiten im Bereich „Retten und Helfen“ zu erleben.
Dieses Jahr gab es keinen festen Zeitplan für die Schüler/ -innen. Sie konnten sich frei einteilen, wann sie welche Station besuchen wollten.
Wir waren mit 8 Leuten von der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. vor Ort: Bernd Hugger, Elke Köhler, Michael Huber, Michael Jettmar, Paul Branescu, Sebastian König, Tobias Boettcher und Silke Brumme.
Am Freitag nach dem Aufbau gab es ein Helferfest mit leckerem Essen für alle Helfer als Dankeschön und die Möglichkeit in der Halle zu übernachten.
Am Samstag formierten sich die Teilnehmer nach der Begrüßung in ihren roten T-Shirts zu einem Kreuz und dieses wurde mittels einer Drohne aus der Luft fotografiert. Danach ging das Programm an den einzelnen Stationen los.
Die obligatorische Kriechstrecke bei uns war wieder das Highlight für die Kids. Sie wurden nicht müde Schleifsäcke durch den Parcours zu transportieren oder einen neuen Geschwindigkeitsrekord zu versuchen.
Aufgrund des Rettungseinsatzes im Riesending war auch ein verstärktes Interesse vorhanden, sich die Nutzung von Cavelink-Geräten, Heulruftelefonen und Engstellentrage anzusehen und diese auszuprobieren. Mit unermüdlichem Eifer wurden Freiwillige in die Engstellentrage eingepackt und durch die Halle getragen oder per Flaschenzug 1-2 Meter hochgezogen.
Unter Anleitung wurde in Kleingruppen ein Flaschenzugsystem aufgebaut, eine Trage mit Material hochgezogen sowie Kraftmessungen durchgeführt.
Auch die Filmvorführungen und die Vorstellung von Tauchausrüstung weckten wieder ein großes Interesse.
Außer uns waren noch die DLRG, das THW, die Feuerwehr mit einem Löschboot sowie Höhenrettung, die Verkehrswacht und das Rote Kreuz u.a. mit Notfalldarstellung, Informationen zur Blutspende sowie Jugendrotkreuz vor Ort. Es gab auch die Möglichkeit ein Einsatzleitungsfahrzeug mit umfangreicher technischer Ausstattung zu bestaunen.

Es war ein rundherum gelungener Tag. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei und würden uns freuen, wenn auch DU nun Lust bekommen hast uns zu unterstützen.

Silke Brumme

 

Bilder: M. Jettmar

 

25.05.2014 Alternativprogramm

Das für diesen Tag angekündigte Rettungstraining / Rettungsübung fiel leider auf Grund des ungünstigen Termins aus. Als Alternative wurde eine Falkitour angeboten.
Nachdem sich dann um 09.00 Uhr morgens an der Falki die Angemeldeten getroffen hatten, konnten diese noch mit Mühe einen Parkplatz ergattern. Bereits jetzt waren die wenigen Plätze großzügig durch Besucher blockiert. Oft hätte mit etwas mehr Willen zwischen den Lücken noch ein weiteres Auto gepasst - was wohl nicht gewollt war.
Gegen halb zehn starteten wir dann zu unserer Tour.
Da wir als erste morgens die Höhle betraten, waren wir zumindest hier noch alleine und konnten die Ruhe auf uns wirken lassen. Schnell erreichten wir die Goldgräberhalle und den 1. Siphon. Nachdem alle durch diesen schwammen, ging´s über die Reutlinger Halle, vorbei an der Badewanne, dem Krokodil, dem Stuttgarter Block, über die Lehmwände und dann zum Fuchsbau. Hier wurde erst einmal eine kleine Pause eingelegt. Die beiden "Neuen" durften dann die Weiterführung im Fuchsbau suchen.
Als sie gefunden, war ging´s dann schnell durch diesen hindurch. Das Waschbrett war schnell erreicht und danach durften wir die Schönheiten in der Königshalle begutachten. Wer dort noch nie gewesen ist, freut sich über die wunderschön gewachsenen Stalagmiten! Hier wurden nochmals die Zeit und die kalkulierte Zeit für den Rückweg abgeglichen. Da wir noch genügend Reserve hatten, entschlossen wir uns noch weiter zu laufen.
Es ging nun am Versturzhammer und dem Reibeisen vorbei. An einem kleinen Wasserfall kontrollierten wir nochmals die Zeit. Hier wurde dann entschieden Kehrt zu machen, damit wir zur abgemachten Zeit wieder draußen sein würden. Bis zur Bänischhalle wären es noch knapp 200m gewesen - man muss sich ja noch was für später aufheben!
Auf dem Rückweg machten wir nochmals in der Fuchsbauhalle eine kleine Rast und stärkten uns mit Getränken und Energieriegeln. Weiter dann in Richtung Ausgang. Am ersten Siphon war dann erst mal eine Zwangspause, nachdem dort eine größere, geführte Gruppe den Durchgang blockierte. Das nächste Mal werde ich mich auch von meinen Kameraden an einem Seil durch den Siphon ziehen lassen - das kostet dann weniger Anstrengung!
Schließlich erreichten wir nach 5,5 Stunden den Ausgang, exakt um 15.00 Uhr, wie veranschlagt. Nach der obligatorischen Rückmeldung beim Alarmleiter Matthias konnten wir auch "Entwarnung" geben. Dieser hätte sonst viele unsere Kollegen aus dem Urlaub holen müssen.
Uns allen hat diese gemütliche Tour wirklich gefallen und wir sind uns einig, dass wir das bald mal wiederholen werden und dann noch etwas länger und weiter vordringen wollen.

Axel Bystrzinski

 

Bilder: A. Bystrzinski

 

15.06.2014 Rettungstraining im Eichbergschacht

Auf Grund des Unfalles im Riesending wurde kurzfristig ein Termin für ein Rettungstraining eingeschoben. Nach einer anfänglichen Vorstellungs- und Diskussionsrunde, in der auch über den aktuellen Stand der Rettungsaktion berichtet wurde, ging es dann an den Eichbergschacht. Hier wurden sowohl im Freien, wie auch in der Höhle Einbauten geübt und Kenntnisse aufgefrischt. Sicherlich hatte der eine oder andere von uns im Hinterkopf zum Einsatz ins Riesending gerufen zu werden. Entsprechend groß war auch die Anzahl der Teilnehmer.

Axel Bystrzinski

 

Bilder: A. Bystrzinski u. U. Fischer

 

Rettungstraining in Hallwangen

Rettungstraining in einem Altbergbau - mal etwas anderes. Es ist schon beeindruckend, wenn man sieht was der Mensch vor knappen 500 Jahren aus dem Stein geschaffen hat. Nicht nur deswegen ist es immer wieder interessant solche künstlichen Hohlräume zu erkunden. Ganz nebenbei kann hier auch ein Rettungstraining abgehalten werden.
An diesem Tag wurde ein verunfallter Forscher, der sich zu weit in das oft sehr brüchige Gestein gewagt hatte von einem herabfallenden Felsbrocken getroffen und verletzt. Deswegen musste er auch auf einer Trage aus dem Altbergbau transportiert werden. Da der Stollen in dem der Verletzte lag nicht für den Publikumsverkehr erschlossen war und ein tiefer Abbau den Transport erschwerte, musste dieser über eine Seilbahn  erfolgen. Keine leichte Aufgabe, da gerade dieser Bereich kaum festen Felsen für die Ankerpunkte bot. Nachdem dieses Problem gelöst wurde erfolgtre der weitere Transport auf den erschlossenen Wegen. Hier zeigte sich, dass es nicht ganz einfach ist, in solch engen Gängen die Trage samt Patienten vorwärts zu bringen. Für den vertikalen Transport an die Oberfläche wurde ein entsprechender Seilzug im Wetterschacht des Bergwerks vorgesehen. Das von der Oberfläche ausgehende Telefonkabel wurde durch den ganzen Bereich verlegt. Hier konnten dann die Heulruftelefone angeschlossen werden und der ganze Ablauf durch den Einsatzleiter an der Oberfläche koordiniert werden. 

Axel Bystrzinski

 

Bilder: M. Leyk, M. Huber

 

12.01.2014 Tauchertreffen am Bodensee

Es muss nicht immer eine Höhle sein. Ein wunderbares Übungsgewässer für angehende Höhlentaucher ist der Bodensee. Hier findet man das ganze Jahr über unterschiedliche Gegebenheiten. Mal ist es kalt, trüb und dunkel, mal nur kalt, und manchmal hat es Sichtverhältnisse wie im Mittelmeer. Bei einem so schönen Tag wie auf dem Bild zu sehen, macht das Tauchen auch richtig Spaß!

Axel Bystrzinski

 

Bild: P. De Abreu

 

Archiv 2013

29.12.2013 Silvesterschwimmen in Konstanz

Auch in diesem Jahr nahmen ein paar Mitglieder der Höhlenrettung am Konstanzer Silvesterschwimmen Teil. Begleitet von Fackellicht und Feuerwerk konnten sich alle austoben und schließlich den Abend bei einem gemütlichen Zusammensein genießen.

Axel Bystrzinski

 

Bilder: M. Huber

 

28.09.2013 Engstellentraining im Elsachbröller

Samstagvormittag gegen halb elf: ein paar Unersättliche haben sich eingefunden, um im Elsachbröller in der berüchtigten Stelle, dem Angstschluf, zu üben.
Ziel war es einen in einer Trage eingepackten Kameraden durch diese Engstelle zu transportieren.
Nachdem der Einstieg überwunden war, ging es durch die Eingangshalle gleich hinab zum Einstieg des Angstschlufs. Unglücklicher Weise verdrehte sich ein Teilnehmer an dieser Stelle derart unglücklich, dass sein Hexenschuss voll zur Geltung kam. Nur unter erheblichen Schmerzen konnte er den Bereich wieder verlassen.
Obwohl wir ihm unsere Hilfe und Betreuung anboten, bestand er darauf, dass wir unser Training weiterführen sollen. Er machte sich danach auf den Weg nach draussen, während wir weiter in Richtung Engstelle krochen.
Der Angstschluf ist eine horizontal verlaufende Spalte, die sich langsam zum Ende hin immer weiter verengt. Nachdem einige horizontale und vertikale Biegungen überwunden werden müssen, kommt am Ende ein Bereich, der sich auf ca. 25cm Höhe verengt. Hier ist für viele Schluss, entweder weil sie sich nicht mehr weiter trauen, oder weil sie auf Grund ihres Brustvolumens einfach nicht mehr weiterkommen. Auch für einige von uns war hier (leider) Schluss.
Mit abgenommenem Helm, den Kopf nicht mehr drehbar, zwängte sich der Rest dann weiter durch die letzten Meter. Danach öffnete sich der Gangverlauf wieder ein bisschen. Die paar Glücklichen konnten dann den Bereich des Elsachbröllers bis ans Gotische Törle erkunden.
Wieder zurück am Eingang konnten wir uns bei einem Gespräch mit einer kleinen Biologiegruppe erholen, bevor das kräftig verschmutzte Material und die Schlaze geputz wurden.
Fazit unseres Trainings war es, dass wir bei einem unserer nächsten Übungen mit Hilfe eines Peilgerätes das Ende des Angsschlufes einpeilen sollten. Einen Kameraden mit leichter Verletzung werden wir dort wohl noch herausholen können, eine Person mit Wirbelsäulenverletzung werden wir auf Grund des Höhlenverlaufes dort sicherlich nicht retten können. Als Alternative würde hier wohl nur eine Abteufung in Frage kommen.
Wie immer rundete ein gemütlicher Abschluss in einer nahe gelegenen Ortschaft das Training ab.
 

Axel Bystrzinski

 

Bilder: R. Konopac, M. Groß, D. Geil, M. Huber

 

20. – 22.09.2013 Nationale Rettungsübung in Samerberg – Grainbach

Am Freitagabend um 20:20 meldet sich unsere Mannschaft bei der Einsatzleitung in der Rettungswache der Bergwacht Rosenheim/Samerberg. Nur wenige Gruppen sind bereits eingetroffen, denn die Alarmierung konnte nicht so schnell erfolgen wie geplant. Wir kommen aber dennoch noch nicht zum Einsatz und dürfen uns nach Studium des Höhlenplans und Gesprächen zum Ablauf erst mal hinlegen zum Schlafen. Die Feldbetten sind nicht unbequem und es ist nicht kalt im großen Mannschaftszelt aber es dauert trotzdem eine Weile, bis uns die Augen zufallen.

Kurz nach 5:00 werden wir geweckt und dann heißt es, schnell etwas frühstücken, Ausrüstung zusammenpacken und in die zwei wartenden Geländewagen einsteigen. Unser Team besteht aus: Rafael Grimm, der zum Gruppenleiter gewählt wird; Paul Branescu, Daniel Geil, Pierre de Abreu, Tobias Boettcher und Graham Nash. Verstärkung bekommen wir von Renate und Stefan, zwei geübten und tüchtigen Mitgliedern der Tiroler Höhlenrettung.

Das Zelt für die obere Einsatzleitung befindet sich einen etwa zehnminütigen, steilen Fußmarsch vom trichterförmigen Eingang der Großen Spielberghöhle entfernt, der 1314 m über Normalnull liegt. Hier beginnt unser Einsatz. Wir haben den Auftrag bekommen, den in einer Schwarzertrage eingebundenen Verletzten von den Münchner und Salzburger Kollegen zu übernehmen, den sie vom tiefsten Punkt der Höhle, der ca. 170 m unterm Eingang liegt, bis zur Oberkante des Großen Schachtes befördert haben. Es liegen aber auch fünf weitere Personen in der Höhle, die von anderen Mannschaften gerettet werden müssen.

Die Übergabe erfolgt reibungslos, die Kameraden, die die ganze Nacht im Einsatz waren, sind sichtlich froh, von uns abgelöst zu werden. Der Patient, der schon viele Stunden fest eingebunden in der Trage lag, freut sich noch mehr, seinen Ersatzmann begrüßen zu dürfen. Bei dieser Übung soll auch vermieden werden, dass die „Opfer“ spielenden Kameraden es zu lange in ihrer hilflosen Lage ausharren müssen. Wer einen Transport über mehrere Stunden in einer auch so bequemen Rettungstrage mitgemacht hat, wird diese Entscheidung der Einsatzleitung gut verstehen. Es geht schließlich auch darum, urinieren und möglicherweise den Darm entleeren zu dürfen, selbstverständliche Tätigkeiten, die ein echter Verletzter nicht ohne Weiteres fertigbringt. Längeres, hilfloses Liegen geht auch auf die Psyche und jedes Opfer, ob gespielt oder echt, fragt sich, in wie fern er Vertrauen zu den Kameraden haben kann, den er ausgeliefert ist. Umso wichtiger ist es dann, dass jedes Mitglied der Rettungsmannschaft Zuversicht ausstrahlt und keine Zweifel aufkommen lässt, auch dann nicht, wenn im Ernstfall die Aussichten alles andere als rosig sind.

Es liegt nun an uns, den neuen Patienten über mehrere Schachtstufen und durch schlammige Gänge zum Fuß des 14-Meterschachts zu transportieren, wo dann auch wir abgelöst werden sollen.

Die Hitachi Hammerbohrmaschine von Stefan, oft in Daniels Händen, kommt mehrere Male zum Einsatz, um das Sicherungsseil oberhalb jeder, manchmal 5 m hohen Stufe, zu verankern. Bei den ganz steilen muss dann auch ein zweites Seil angebracht werden, damit die Tragemannschaft auch einen zuverlässigen Halt findet, denn das verlehmte Gestein ist oft rutschig und gute Griffe oder feste Tritte sind nicht überall vorhanden. Rafael meldet sich immer wieder über das Heulruftelefon und berichtet unseren Fortschritt der Einsatzleitung.

Als wir den Fuß des 14-Meterschachts erreichen und feststellen, dass unsere Ablösung nicht da ist, entscheiden wir uns für dessen Ausbau. Das gehört zwar nicht zu unserer Aufgabe, aber wir haben keine Lust, in triefender Nässe herumzustehen und zu frieren, bis – wer weiß wann – die anderen Kameraden den Tragentransport übernehmen.

Der Bohrhammer kracht, reges Schaffen am Schachtkopf, dafür Abkühlung für diejenigen, die beim Patienten geblieben sind, um seine Betreuung fortzusetzen. Eine in der Trage eingebundene Person darf niemals alleingelassen werden. Außerdem müssen diese Kameraden dafür sorgen, dass die nach ihrer Verankerung herabgelassenen Zug- und Sicherungsseile korrekt mit der Trage verbunden werden. Beim Hochziehen muss auch einer die Trage begleiten. Er muss sie um Hindernisse steuern und dafür sorgen, dass der Vertikaltransport möglichst sanft vonstattengeht. Auch hier ist es wichtig, dass der Patient nicht alleingelassen wird und wenn nötig beruhigende Worte zu hören bekommt.

Am Kopf des 14-Meterschachts angekommen, wird der Patient ausgebunden. Hier endet sein Einsatz und ein neuer Kamerad tritt an seine Stelle. Allerdings in der Trage Marke Petzl Nest, die für die bevorstehende Engstelle als geeigneter gehalten wird. In wie fern das klappt, erfahren wir nicht, denn unsere Ablösung ist nun eingetroffen und wir dürfen nach neun Stunde harter Arbeit die Höhle verlassen. Freilich erst, nachdem wir die sperrige Schwarzertrage durch die Engstelle – den sogenannten Briefkasten – geschafft haben.

Es ist noch hell als wir die Oberfläche erreichen. Nachdem wir uns den dreckigen Höhlenklamotten entledigt haben, geht es mit den Bergwachtfahrzeugen wieder zurück zur Rettungswache.

Duschen wäre angesagt, denn wir sind alles andere als sauber, aber die wenigen Duschen scheinen ständig belegt zu sein und der Ruf nach einer heißen Mahlzeit ist größer. Geschnetzeltes mit Spätzle! Da lacht das Schwaben Herz!

Um ca. 20:00 bekommen wir den Bericht der Einsatzleitung zu hören. Freilich, ein paar Pannen hatte es schon gegeben, aber im Großen und Ganzen war die Übung ein toller Erfolg. Bei der Berichterstattung der einzelnen Teilnehmer bekommt unser Team dickes Lob vom Trageninsassen, der sich in unserer Obhut sehr wohl befunden hatte.

Die Reden gehen zu Ende und zur allgemeinen Freude erscheinen die Kisten Bier, die uns während des Einsatzes vorenthalten wurden. Der Abend klingt mit Gesprächen unter den Beteiligten – ob alten Bekannten oder neu angefreundeten – harmonisch aus.

Graham Nash

 

 
Bild: P. de Abreu

 

06. - 08.09.2013 Unser 1. HöreJugend-Camp

An Freitagmittag liegt über der Wiese neben unserem HöReJugend Stützpunkt in Blaustein bei den örtlichen Pfadfindern noch der ruhig Zauber einer Waldwiese. Doch schon wenige Stunden später ist der Platz erfüllt von 20 Kindern und Betreuern. Zelte werden gemeinsam aufgestellt und ein Feuer für das abendliche Grillen entfacht. Unsere noch kleine Jugendgruppe der Höhlenrettung hat viel Besuch von Kindern aus ganz Blaustein, die im Rahmen des Kinder-Ferienprogramms ein Höhlenwochenende verbringen wollen.
Das auch der Spaß an Natur und der Gemeinsamkeit nicht zu kurz gekommen ist, dafür sorgten Nina, Domi und Axel.
Neben Nachtwanderung, gemeinsamen Kochen, Singen und Spielen drehte sich alles um Höhlen, Sicherheit und Befahrungstechniken. Was beachte ich, wenn ich in eine Höhle gehe? Was nehme ich mit? Wem sage ich Bescheid?
Aber auch die Praxis sollte nicht zu kurz kommen. In einem 5 Meter tiefen Höhlenschacht konnte jeder das Abseilen mit einem Abseilgerät erlernen und üben. Da es am Samstagnachmittag dann doch sehr warm war, entschieden wir uns für eine Seilbahn in die nahe gelegene Blau. Das macht Spaß und kühlt beim Bremsen ab. Das Tragseil mussten wir selber mit einem aus Steigklemmen und Umlenkrollen zusammengesetzten Flaschenzug auf die nötige Spannung bringen. Und dann brauchte es immer ein kleines bisschen Überwindung, aber dann sauste wer wollte am Gurt baumelnd in das kühle Nass. - Das macht Spaß!
Zum krönenden Abschluss ging es am Sonntag wieder in unsere Haushöhle, das Banzenloch. Wir von der HöReJugend kennen das schon ein wenig, aber für unsere Gäste war alles neu: Sich durch Engstellen zu drücken, Nebengänge zu erkunden und auch im glatten Gelbgrau des Steins Zeugen eines vergangenen Riffes zu finden.
Bei Kaffee und Kuchen klang dann am Sonntagnachmittag ein schönes Wochenende zusammen mit den Eltern aus. Warum hat das Jahr 365 Tage? Wir kommen wieder, keine Frage!  

Axel Hommel

 

     
Bilder: A. Hommel

 

31.08.2013 Vereinsausflug

Unser diesjähriger Vereinsausflug führte uns diesmal in den Schwarzwald zu mehreren historischen Bergwerken. Das Bergbaugebiet Silbergründle befindet sich bei Seebach. Hier wurden von den freiwilligen Erzknappen, eine Interessengemeinschaft zur Instandsetzung / Erhaltung der historischen Bergwerke, ein paar wunderschöne Stollen ausgegraben und für den Besucherverkehr eingerichtet. Unser Mitglied Martin Groß, Leiter der Fachgruppe Bergwesen im Historischen Verein Mittelbaden e.V., hielt einen sehr interessanten Vortrag und führte uns zu den einzelnen Plätzen. Durch ihn durften wir auch in Bereiche, die für den Besucherverkehr offiziell nicht zugänglich sind.
Während am Nachmittag manche von uns sich in der Kletterkunst übten, konnten die Kleinen und Großen unter uns auf Mineraliensuche gehen. Der Eine oder Andere von uns hoffte wohl auf einen unerwarteten Silberfund, weswegen die Felsen auch mit schwerem Werkzeug bearbeitet wurden.  
Den Abschluss bildete dann ein gemeinsames Essen in einem örtlichen Steakhaus.
Danke an Martin, der uns so toll durch den Tag geführt hat! 

Axel Bystrzinski

 

     
     
     
     
Bilder: A. Bystrzinski

 

21.07.2013 Drittes Tauchertreffen

Das aktuelle Tauchertreffen zum Sommerferienbeginn wurde unter dem Motto "alles ab durch die Engstelle" gestartet.

So trafen sich insgesamt 4 mutige Taucher, die bei Temperaturen um die 30 Grad das kühle Nass der Schwäbischen Alb suchten. Trotz der mehr als intensiven Niederschlägen von Mai und Juni gab es in den letzten Wochen nicht ausreichend Regen, um in gewohnter Weise die Wulfbachquelle zu befahren. So wurden die Tauchstrecken von kraftraubenden Kletterstrecken unterbrochen, durch die dann die schwere Tauchausrüstung getragen werden musste. Jeder der teilnehmenden Taucher konnte sich dann davon überzeugen, ob er mit seiner Konfiguration durch die Engstelle, das sogenannte Ohropax, kommen würde.
Nachdem alle "Probanten" feststellten, dass die Ausrüstung passen würde, ging es wieder zurück zum Ausgang. Hier wurden sie von Hitze und jede Menge Mücken empfangen.

Das abschließende Nachbriefing fand dann in einer nahe gelegenen Gaststätte bei weiterhin bestem Wetter, kühlem Bier und Pizza statt.

Axel Bystrzinski

 

20.07.2013 Schulsanitätstag in Freiburg

Zum 150-jährigen Jubiläum des Deutschen Roten Kreuzes fand der 9. Schulsanitätstag am 20.7.13 in Freiburg auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände am Flückinger See statt. Die Höhlenrettung Baden-Württemberg hatte am Spielplatz verschiedene Stationen aufgebaut und zeigte dort ihre Ausrüstung. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler beteiligten sich begeistert an den aufgebauten Parcours. Für die Höhlenrettung waren dabei: Andrea Tiplic, Stefanie Bauer, Dominik Beschle, Tobias Boettcher, Joachim und Rafael Grimm, Bernd Hugger, Nico Munteanu und Sebastian Sterk.

Bernd Hugger

 

     
     
Bilder: B.Hugger

 

17.07.2013 Befahrung des Banzenlochs mit Mitgliedern der Jugendgruppe der Höhlenrettung Baden-Württemberg

Unsere Jugendgruppe befindet sich noch im Aufbau, weshalb die Beteiligung eher bescheiden war, obwohl immer mehr Kinder und Jugendliche Interesse an Höhlen und die Arbeit unserer Organisation finden.

Das Banzenloch ist eine leicht zu befahrene, jedoch richtige „wilde“ Höhle unweit von Blaustein und sehr geeignet, um Kindern einen Einblick in das unterirdische Reich der Schwäbischen Alb zu gewähren. Begleitet von Jugendleiter Axel Hommel und Pfadfinder Tommy konnten die Zöglinge entscheiden, in welche Richtung es ging, ohne die Engstellen zu scheuen. Mit dabei war auch Graham Nash, der sich anschließend im Gespräch mit Axel Hommel davon überzeugen konnte, dass die Weichen für die Jugendarbeit richtig gestellt sind.

Vom 6. bis zum 8.9.2013 findet das 1. HöReJugend-Camp statt. Im Rahmen der Blausteiner Kulturtage wird die HöRejugend auch vertreten sein.

Graham Nash

 

 
Bilder: G. Nash

 

07.07.2013 Cave-linktest

Gegen 10:30 versammeln sich ca. 15 Höhlenretter bei idealem Sommerwetter auf dem total zugeparkten Parkplatz bei der Falkensteiner Höhle. Zunächst weiß keiner so recht, was wann und wie getestet werden soll. Aber Chris hatte sich schon Gedanken gemacht: Er gibt eine sehr kurze Einführung in das Gerät, verteilt Blätter, auf denen die Sendeplätze und –zeiten stehen. Die Nichteinhaltung der letzteren hat bei vergangenen Tests (z.B. in der Blauhöhle) immer wieder zu Problemen geführt.
Ca. 11 Uhr startet dann der erste Trupp zu den Lehmwänden, etwas später folgt ein weiterer zur Reutlinger Halle.
Von den beiden Lokationen soll jeweils eine Verbindung zur Nachbarstation, aber auch zur Oberfläche und zum Parkplatz aufgebaut werden.
Tatsächlich klappt dann aber nur die Verbindung Lehmwände – Oberfläche. Die Distanz Lehmwände – Parkplatz ist offensichtlich zu groß. Der in der Reutlinger Halle verwendete schweizer Antennendraht war defekt, wie sich später herausstellte, so dass die Reutlinger Halle
leider weder senden noch empfangen konnte.
Das bei den Cave-Link Geräten verwendete zuverlässige Übertragungsverfahren und die notwendige eindeutige Adressierung der Geräte führen bei Nichterreichbarkeit eines Gerätes zu Komplikationen, so dass der Einsatz dieser Geräte viel sorgfältiger geplant werden muss als bei traditionellen Funkgeräten (wie z.B. das Ogofone).
Letzteres wurde im Laufe dieses Tages auch getestet:
Mit der großen Antenne unten und der kleinen an der Oberfläche ist die Sprachverständlichkeit am 1. Siphon gut, im Gegensatz zu früheren Versuchen mit kleinen Antennen an beide Stellen, wo die Sprachverständlichkeit „schlecht“ war.
Die richtige Positionierung der Antenne ist allerdings wichtig. Oben im Gras ca. 10 m östlich vom Ende der Baumreihe (wie immer) und unten auf der Schräge auf der westlichen Seite vor dem ersten Siphon ((nicht im Goldgräberstollen!!).
Ein netter „Abschlusshock“ in Hengen beschließt diesen Tag.

Michael Wasmund

 

     
     
Bilder: U. Fischer, D. Geil u. A. Bystrzinski

 

28.06.2013 Dauerregen im Todsburger Schacht

An diesem Tag schießt das Wasser aus dem Portal der Falkensteiner Höhle, der Elsachbröller läuft über. Kein Wunder nach dem Unwetter der vergangenen Tage. Wir, vier Mitglieder der HRBW: Axel Hommel, Paul Branescu, Graham Nash, sowie Dr. Axel Mahler, dessen Sohn Johannes mit von der Partie ist, finden im Todsburger Schacht kaum einen trockenen Platz, den es“ regnet“ überall stark von oben herab. Dünne und nicht so dünne Rinnsale fließen an den Wänden herunter, auch in meinen rechten Gummistiefel, als ich mich durch den engen Zugang zum Kameradenschacht zwinge.

In der Großen Halle ist die Pfütze an der tiefsten Stelle zu einem gewaltigen See angeschwollen, eine Besichtigung der Höhlenteile „am anderen Ufer“ ist ohne Neopren nicht möglich. Allerdings verleiht das viele Wasser den großen Bodentropfsteinen ein spektakuläres Aussehen, die riesigen Tropfen spritzen in alle Richtungen.

Nach 6 Stunden in der Höhle sind wir alle durchnässt, wenn nicht vom Wasser, dann vom Schwitzen.

Nach Erreichen des Parkplatzes – die Sonne macht einen tapferen Versuch, die tief hängenden Wolken zu durchbrechen – dürfen wir rumänischen Speck und andere Köstlichkeiten vespern, gespendet von Paul.

Es war schon ein Erlebnis und das Gute dabei: Seilen und Schlazen blieben der übliche rötliche Lehmüberzug erspart und können ohne Vorwäsche in die Waschmachine. Lediglich das Seil vom Eingang lag im Humus und sieht nun entsprechend aus. Na ja, ein bisschen schrubben gehört wohl zu einer zünftigen Höhlenbefahrung…

Graham Nash

 

28.04.2013 Schachtrettungstraining

Am Sonntag, den 28.04.13 wurde ein Schachtrettungstraining im Eichbergschacht durchgeführt.
Ziel war die Anwendung der zwei Wochen zuvor am Ausichsturm Käpfle angewendeten Flaschenzugsysteme mit Trage unter Tage. 12 Mitglieder und 3 Aspiranten kamen zusammen, um im 36 m tiefen Schacht zu üben.
An der Oberfläche wurde zwischen zwei Bäumen eine Seilbahn als Aufhängung für die bewegliche Umlenkrolle des Flaschenzuges installiert. Dafür mussten die Bäume erklettert werden, während von einem Teil der Gruppe der 36 m tiefe Schacht eingebaut wurde. In der Höhle wurde zur Vorbeugung gegen eine Unterkühlung ein Wärmezelt aufgebaut und Tee für die „Verunfallte“ gekocht. Dann wurde das Übungsopfer in die flexible React-Trage eingebunden und mit dem Flaschenzug an die Oberfläche gezogen. Die für die Zugmannschaft so wichtige Kommunikation fand mit Funkgeräten statt. Dabei wurde die Trage im Schacht von einem Kollegen begleitet und mit einem weiteren Seil gesichert. Über dem Eingang konnte die Trage bequem mittels Seilbahn horizontal weitergezogen und abgelegt werden.
Ein Training bei der Höhlenrettung B.W. unterscheidet sich von einer Übung dadurch, dass sich hier genügend Zeit genommen wird, damit auch neue Mitglieder z.B. einen Flaschenzug bauen können, während eine Übung eher einen Ernstfall simulieren soll, bei dem nach Möglichkeit zügig vorgegangen wird. Das Training hat bei guter Stimmung prima geklappt, wurde umfangreich fotografisch dokumentiert und hat allen Spaß gemacht.

Matthias Leyk

 

     
     
Bilder: M. Leyk u. J. Bartos

 

25.03.2013 Erste Hilfe Kurs

Am Sonntag fand auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr Reutlingen unser Erste Hilfe Kurs statt. Ziel war es, den Teilnehmern zu vermitteln, wie sie im Einsatzfall dem Verunfallten möglichst effizient helfen können.
Dazu wurden kleinere Wunden behandelt, Tragetechniken gelehrt und lebensrettende Sofortmaßnahmen gezeigt.
Ein Highlight war sicherlich der simulierte Autounfall, der sich auf dem Gelände der Feuerwehr ereignete. Hier mussten die Ersthelfer unter Beweis stellen, was sie zuvor im Lehrsaal gelernt hatten. Trotz des beginnenden mittels Rauchbombe dargestellten Brandes der beiden Autos konnte die Unfallstelle abgesichert werden und alle Verletzten aus der Gefahrenzone gebracht, sowie fachmännisch versorgt werden. Eine Person musste sogar reanimiert werden.
Weiter konnten sich die Aspiranten unter Beweis stellen, wie sie stark blutende Verletzungen verbinden, eine Cervicalstütze (Stiffneck) anlegen oder ein gebrochenes Bein ruhig stellen.
Sogar die Vorbereitung einer Spritze für den Arzt, wie auch der Einsatz eines Larynxtubus wurde gezeigt, was allen Anwesenden augenscheinlich Spaß machte.
Abschließend wurde noch das Depot besucht und in gemütlicher Runde etwas gegessen und getrunken.
Rundum eine klasse Veranstaltung, die allen viel Spaß gemacht hat. Dank an Martin Junginger, der uns so toll durch den Tag geführt hat.

Axel Bystrzinski

 

     
     
     
     
     
Bilder: A. Bystrzinski

 

22.03.2013 Ehrung Wolfgang Morlock

Wolfgang Morlock, ehemaliger erster Vorsitzender und Gründungsvater der Höhlenrettung Baden-Württemberg, wurde anlässlich des Freiberger Bürgertages im festlichen Rahmen mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Seine langjährige Aktivität im Verein und die Dienste zum Allgemeinwohl waren die Gründe, die hierzu führten. Selbstverständlich wurde die Höhlenrettung Baden-Württemberg durch den erweiterten Vorstand vertreten.
Nach der Ehrung gab es noch die Möglichkeit etwas zu essen und zu trinken und sich mit den anderen Gästen auszutauschen.

Axel Bystrzinski

 

 
 
 
Bilder: A. Bystrzinski

 

16.03.2013 Einsatz- u. Alarmleitertreffen

In regelmäßigen Abständen treffen sich die Einsatz- und Alarmleiter der Höhlenrettung Baden-Württemberg, um wichtige Neuerungen und die Qualifikation der Mitglieder durchzugehen. Weitere Themen sind Depotmaterial, die Überarbeitung oder Ergänzung des Einsatzleitfadens und diverse andere Themen rund um die Belange der Einsatzleitung.
Auch an diesem Tag waren die Themen wieder einmal sehr interessant und zeigten, wie wichtig es ist, dass nicht nur die aktiven Retter, sondern auch die "Führungskräfte" sich den ständig ändernden techn. Herausforderungen stellen und ihre Kenntnisse immer wieder auffrischen müssen. So wurden neben Einsatz des Groupalarms auch der Einsatz der unterschiedlichen Tragen und des Cave-links praxisnah geübt.
Zum Schluss konnten wir uns vom gut geführten Depot und die Dokumentation überzeugen.
Das Treffen fand auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr in Reutlingen statt.

Axel Bystrzinski

 

 
 
Bilder: A. Bystrzinski

 

24.02.2013 Jahreshauptversammlung

Am 24. Februar trafen wir uns zur diesjährigen Mitgliederversammlung in Hengen. Trotz Schneefall und nicht gerade tollen Straßenverhältnisse auf der Alb fanden sich doch einige unserer Mitglieder ein.
Nach der obligatorischen Berichterstattung aus den einzelnen Ämtern im Vorstand wurden langjährige Mitglieder geehrt. Darauf wurde der neue Vorstand gewählt und die Satzungsänderungen beschlossen.
Weitere Punkte waren dann noch die Neuregelung des Aktivstatus, sowie Fragen zur Gewinnung von Nachwuchs.
Abschließend gab es noch einen kurzen Vortrag über die Verwendung von Explosivstoffen bei Engstellenerweiterungen und die gesetzlichen Hintergründe hierzu. Eine Video- und Diapräsentation rundete dann die Veranstaltung ab. Insgesamt verlief sie sehr harmonisch und viele nutzten die Gelegenheit, um wieder einmal Erfahrungen und Neuigkeiten mit den Kollegen auszutauschen.

Axel Bystrzinski

 

 
Bilder: A. Bystrzinski

 

Archiv 2012

28.12.2012 Silvesterschwimmen in Konstanz

Zum Jahresabschluss startete wieder eine Gruppe unter der Höhlenrettung Baden-Württemberg beim traditionellen Silvesterschwimmen in Konstanz. Es war die 40zigste Veranstaltung und so wurden die 212 Teilnehmer bei der abschließenden Zusammenkunft in der Kantine des Landratsamtes mit einem Glas Sekt empfangen, darunter 13 Starter/-innen für die HRBW.
Die Bedingungen waren bei 5°C Außentemperatur und einem Wasserstand von 3,63m optimal. Mit dabei hatten wir ein Floß mit fulminantem Feuerwerk. Hunderte Zuschauer am Ufer bedankten sich mit Applaus und Zugabe-Rufen. Das wird uns Anspornen, nächstes Jahr wieder zu kommen. Den Teilnehmern/innen hat es riesig Spaß gemacht und wer noch nie dabei war, sollte es bei der nächsten Veranstaltung unbedingt mal ausprobieren.
Die Preise für die größte Gruppe (37 Personen) und größte Frauengruppe (15 Mädels) gewann die DLRG Schwarzwald-Baar, den Preis für die weiteste Anreise eine Teilnehmerin aus Ohio.
Vielleicht gelingt es uns auch einmal einen Preis mitzunehmen.

Bernd Hugger

 

 
Bilder: B. Hugger

 

04.11.2012 Tauchertreffen - Kommunikationstest in der Wulfbachquelle

Inhalt des letzten offiziellen Tauchertreffens in diesem Jahr sollte ein Test der Kommunikationsmöglichkeiten in der Wulfbachquellhöhle sein. Dazu trafen sich insgesamt 7 Taucher der Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. am Sonntagmorgen um gemeinsam in die dunklen Gefilden des Donautales einzutauchen.
Die "Neuen" durften als erste rein, um das Telefonkabel, das auch gleichzeitig als Führungsleine diente, zu verlegen. Nach dem ersten Siphon wurde dann aus der Ammonitenhalle heraustelefoniert und Bescheid gegeben, dass der Rest nachkommen kann.
Vier Taucher durchquerten dann die nachfolgenden Tauchstrecken bis zum Ohropax (Schauplatz des tödlichen Unfalls von 2000).
Auf dem Rückweg wurden sie dann mit einer warmen Suppe in der Ammonitenhalle verköstigt. Eine feine Sache, insbesondere, wenn man mit einem Nasstauchanzug unterwegs ist.
Nach dem Verstauen der Ausrüstung ging es dann noch in eine Gaststätte nahe Mühlheim, um Erfahrungen auszutauschen und eine Kleinigkeit zu Essen. Hier wurden dann die Gerätekonfiguration und die Ausrüstung besprochen. Es zeigte sich (wieder einmal), dass jede Höhle ihre Eigenheiten besitzt und die Ausrüstung nur durch regelmäßige Befahrungen dieser optimiert werden kann.

Das Treffen hat wohl jedem Spaß gemacht.

Axel Bystrzinski

 

   
   
Bilder: M. Leyk

 

28.10.2012 Seminar Kommunikation

Chris Ross, Michael Wasmund und Matthias Leyk stellten in der Jägermühle in Aach 15 Teilnehmern die verschiedenen Kommunikationsmittel der Höhlenrettung vor.
Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme wurden besprochen und die Möglichkeiten zur Störungsbeseitigung vorgestellt.
1. Kabelgebunden: Heulruftelefon und Lovellphone
2. Funkgestützt: Ogofon, Cavelink und PMR
Dann ging es zur praktischen Anwendung incl. Kabelverlegung in die Blätterteighöhle, wo die verschiedenen Geräte zum Einsatz kamen und ohne Probleme funktionierten.
Bemerkenswert ist, dass mit den PMR-Gräten bis in den Sandkasten (eng, verwinkelt, mehr als 40m Ganglänge) Funkkontakt aufgebaut werden konnte. Es wird vermutet, dass die Gleise der Materialbahn einen günstigen Einfluss hatten. Die langen Antennen haben sich dabei besonders bewährt.
Wurden die Antennen mit dem verlegten Telefonkabel umwickelt, war die Verständigung noch besser.
Die hohe Pfingstspalte wurde an der Oberfläche geortet, es waren Klopfgeräusche hörbar.
Zum Schluss wurde noch ein Peilgerät vorgestellt.

Dank für die Gastfreundschaft der „Freunde der Aachhöhle“.

Matthias Leyk

 

     
     
Bilder: M. Leyk

 

28.10.2012 ZDF - Terra Xpress 18.30

Die Dokumentation über die Rettung in der Falki wird nun am 28.10.2012 um 18.30 bei Terra Xpress ausgestrahlt. Die Sendung heißt "Wenn´s zu Hause brenzlig wird"

 

21.-23.09.2012 Speläo Südwest

Bei der diesjährigen Speläo Südwest konnte die Höhlenrettung Baden-Württemberg e.V. mit einem Informationsstand aufwarten. Am Freitag spätnachmittag war der Aufbau. Danach konnten sich erst einmal alle stärken, bevor die ersten (nichtoffiziellen) Vorträge gehalten wurden. Am Samstag startete dann das Programm. Zwischen den einzelnen Vorträgen hatten alle die Möglichkeit, die Ausstellung und die Stände zu besuchen und manch ein Mitglied anderer Vereine und Arbeitsgemeinschaften kennenzulernen. Am Sonntag waren dann Höhlentouren in die nahe gelegenen Bereiche des Schandtaubersystems angesagt.

Axel Bystrzinski

 

 
 

 

28.07.2012 Besuch bei der Bergwacht in Schopfloch

Eines unseres Depots befindet sich in Reutlingen bei der Berufsfeuerwehr, das zweite bei unseren Kollegen der Bergwacht in Schopfloch. Anlass genug, um sich nach den vielen Wechseln in der letzten Zeit mal vorzustellen und Gedanken auszutauschen.
Durch Einladung von Sandra Rausch, Landesjugendreferentin, trafen sich an diesem wunderschönen Spätnachmittag Richard Geserer, der sich um die Belange des Depots in Schopfloch kümmert, Albrecht Schlierer, einer unserer Einsatzleiter und Axel Bystrzinski, amtierender 1. Vorsitzender bei der Bergwacht in Lenningen - Schopfloch.
Hier hatten wir die Gelegenheit uns etwas näher kennenzulernen und bei gutem Essen und Getränken die eine und andere Geschichte zur allgemeinen Erheiterung zu erzählen.
Beim anschließenden Rundgang durch die Bergwachthütte wurden uns so manche Geschichten über den Werdegang erzählt. Hut ab vor den Kollegen der Bergwacht was sie seit der Gründung 1937 so alles geschafft haben!
Abschließend konnten wir auch noch unser Depot besichtigen, das von Richard so liebevoll gepflegt wird und der uns immer wieder mit Rat und Tat zur Seite steht.
So konnte letztendlich auch durch die Anregung von Richard der Jugendgruppe ein 60m-Seil durch die Höhlenrettung Baden-Württemberg als kleines Dankeschön der letzten Jahre überreicht werden.
Viel zu früh und mit dem festen Vorhaben das Ganze bald wieder einmal zu wiederholen, verließen wir dann am späten Abend die gemütliche Runde.

Axel Bystrzinski

 

21.07.2012 Führung in der Gustav-Jakob-Höhle für die Jugendgruppe der Bergwacht Esslingen

Begleitet von drei Mitgliedern der Höhlenrettung Baden-Württemberg befuhren die Jugendlichen diese Durchgangshöhle unter der Ruine Hofen bei Grabenstetten und ließen sich Einzelheiten über ihre Entstehung und Inhalt erklären. Auch potentielle Gefahren wurden erläutert, z.B. die Vergiftungsgefahr durch hohe Konzentrationen von CO2 in tieferen Bereichen. (Eine Woche vorher wurden über 2% im Kollektivschacht gemessen; in der Mausefalle darunter dürfte der Wert wesentlich höher liegen). Die Problematik eines Tragentransports durch die zahlreichen Engstellen und Maßnahmen gegen Unterkühlung wurden noch geschildert.
Der Weg ins Freie am Nordende des Hauptganges konnte nur schleppend erreicht werden, weil eine andere, schlecht gerüstete Gruppe das zügige Vorankommen verhinderte, aber alle Teilnehmer erreichten ihre Fahrzeuge bevor der Wolkenbruch sich über uns entlud. Petrus war jedoch auf unserer Seite und beim Erreichen der Bergwachthütte bei Ochsenwang hatte der heftige Regenguss bereits nachgelassen. Die React Slix 100 Trage wurde den Bergwachtlern vorgeführt, auch diverse Kommunikationseinrichtungen (CaveLink, Mitchiefon, Ogofon) wurden gezeigt und erläutert. Danach hatten die Höhlenretter Gelegenheit die Ausstattung der Bergwacht zu beäugen.

Beim anschließenden Grillen wurden auch mit der diensttuenden Mannschaft Erfahrungen – und selbstverständlich auch fachbezogene Anekdoten – ausgetauscht.

Graham Nash

 

   
Bilder: G. Nash

 

05.08.2012 Besuch des Juhöfolas in Blaubeuren-Seißen

Den versammelten Jugendlichen aus aller Welt stellten Matthias Leyk und Graham Nash die Höhlenrettung Baden-Württemberg vor. Gemeinsame Sprache war Englisch, kein Problem für den Geschäftsführer aus London. Großes Interesse fand die Vorführung der mitgebrachten React Slix 100 Trage und einige der Anwesenden durften „probeliegen“. Bierbänke und –Tische dienten, um Engstellen zu simulieren, verschiedene Methoden des Schachttransports wurden bis in die Dämmerung an einem Baum dargestellt.
Ein gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer bildete der Abschluss des Tages.

Graham Nash

 

   
Bilder: M. Leyk

 

01.07.2012 Rettungstraining im Montmilchloch

An diesem Tag kamen trotz Fußball EM doch 7 Hartgesottene zusammen, um bei teilweise wolkenbruchartigem Regen u. Gewitter Basics für die Schachtrettung zu üben.
Aufgabe war es, den vorhandenen Schacht nach evtl. beschädigten oder unbrauchbaren Ankerpunkten abzusuchen und diese gegebenenfalls zu ersetzen.
Es wurden so insgesamt 3 Ankerpunkte neu gesetzt, damit eine evtl. anfallende Rettung per Trage durchgeführt werden kann.
Nach knapp 4 Stunden kamen wir dann wieder am Wanderparkplatz an, putzten das Material und mussten dann erst einmal trockene Kleidung anziehen.
Die abschließende Manöverkritik fand bei einem gemütlichen Trunk im nahegelegenen, in den Fels getriebenen Lagerraum einer Brauerei statt.

Einen besonderen Dank an die Gemeinde Bärenthal und Herrn Bürgermeister Keller für die freundliche Unterstützung und die Möglichkeit, den Waldweg zu befahren, um unser Material zu transportieren.

Axel Bystrzinski 

 

   
Bilder: U.Fischer

 

02/03.06.2012 Höhlenrettungsdoku für das ZDF

Die ECO Media TV-Produktion arbeitet an einem Beitrag für das ZDF Wissenserlebnis-Magazin „Terra Xpress“ (sonntags um 18 Uhr 30), eine Sendung zum Thema „Atemlos – in letzter Sekunde“.
Dafür haben wir zusammen mit einem damals Geretteten und damaligen (auch anderen) Höhlenrettern von HFGOK, Malteser HR, HRBW und der Bergwachtbereitschaft Stuttgart (in Schopfloch am Samstag) am 2. und 3.06.2012 den Hochwassereinschluss vom 1./2. Juni 2003 in der Falkensteiner Höhle nachgestellt.
Die Dreharbeiten dauerten den ganzen Sonntag, zwischendurch wurde es auch mal richtig schattig im Neo. Eine Stauwehr aus Plastikplanen im Abfluss des ersten Siphons sorgte für richtiges „Hochwasser“.
 
Herzlichen Dank allen 20 Teilnehmern für ihr Engagement und Geduld.

Hoffentlich wird auch ein guter TV Beitrag daraus! Sendetermin ist wahrscheinlich im Spätsommer.

Matthias Leyk

 

 
Bild: M.Leyk

 

22.04.2012 Rettungsübung Blätterteighöhle in Aach

Übungsannahme:
Wie fast jeden Samstagabend steigen Mitglieder des Vereins „Freunde der Aachhöhle“ in die Blätterteighöhle ein und suchen die Fortsetzung der Höhle. 
Am frühen Sonntagmorgen bemerkt die Wirtin der Jägermühle, dass der Deckel zur Höhle geöffnet ist und sich das Fahrzeug eines ihr bekannten Höhlenforschers noch auf dem Parkplatz befindet. 
Alle Versuche, Mitglieder des Vereins zu erreichen, schlagen fehl. Sie setzt die Rettungskette in Gang: Höhlennotruf unter 07153-19222 bei der DRK-Leitstelle Esslingen.
Die Leitstelle Esslingen alarmiert daraufhin den Einsatzleiter der Höhlenrettung Baden-Württemberg,  Matthias Leyk, der über Gruppen-SMS-Alarm knapp 20 Mitglieder und Helfer zur Höhle ruft.

Übungsverlauf:
Die Lage gestaltet sich unübersichtlich. In der teils sehr engen aber auch verzweigten Höhle kann der vermisste Höhlenforscher zunächst nicht gefunden werden. 
Es wird festgestellt, dass vom Eingang zwei Gänge wegführen. Ein Vordringen in die hinteren Höhlenteile ist aber zunächst nicht möglich, da der erste Gang an einem Siphon (Tauchstrecke) endet und der zweite durch einen offensichtlich neuen Felsversturz blockiert ist. Für die Kommunikation mit der Oberfläche wird ein Höhlentelefon eingerichtet. 
Die Übung verläuft in beiden Gängen parallel, da nicht bekannt ist, wo sich der vermisste Höhlenforscher befindet. Im wassererfüllten Teil kommen Höhlentaucher zum Einsatz. Nachdem ein Höhlentaucher den Siphon überwunden hat, verrinnt die Zeit und er kommt nicht wieder. Um nun nach dem vermissten Taucher zu suchen wird der Wasserspiegel im überfluteten Gang mit einer starken Pumpe etwas abgesenkt. Ein zweiter Taucher findet den Vermissten wohlbehalten, er hatte auftragsgemäß hinter der Tauchstrecke ein Ausrüstungsversagen simuliert.
Am Versturz des anderen Höhlenzweiges wird zunächst das Zerkleinern und Beseitigen von Gesteinsblöcken trainiert und das Aushubmaterial aus Steinen und Lehm mit Eimerkette und Lorenbahn nach draußen gebracht.
Schließlich wird hier der vermisste Höhlenforscher halb verschüttet aufgefunden. Er ist in schlechtem Zustand und an Kopf und Unterschenkel verletzt. Die Erstversorgung erfolgt durch einen Rettungssanitäter der Höhlenrettung. Anschließend wird der Patient in einer speziellen flexiblen Höhlenrettungstrage mit vereinten Kräften durch die schwierigen Engstellen hindurch aus der Höhle gebracht. 
Wie sich herausstellte, wurde der Höhlenforscher eingeschlossen, weil ihn bei seinen Grabungsarbeiten eine Gesteinslawine traf, verletzte und den engen Ausstieg blockierte.

Die beiden eingeladenen Vertreter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz (Landratsamt Konstanz), Herr T. Irmer und Kreisbrandmeister Herr M. Buess waren mit Untertage und kommentierten den Verlauf der Übung und die Leistungsbereitschaft der Höhlenretter sehr positiv.

Die Höhlenrettung Baden-Württemberg unterhält zwei Depots mit speziellem Höhlenrettungsmaterial; eines bei der Berufsfeuerwehr in Reutlingen, das zweite in Schopfloch bei der Bergwachtbereitschaft Stuttgart. Die aktiven Mitglieder sind in der Befahrung von Schächten, Fluss- und Unterwasserhöhlen sehr erfahren und in der in Höhlen notwendigen, besonderen Rettungstechnik, sowie Sanitätswesen geschult. Der Verein ist unabhängig und finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

Matthias Leyk, Bernd Hugger

 

 
  
Bilder: M. Huber, M. Leyk

 

25.03.2012 Jahreshauptversammlung 2012

Nachdem im letzten Jahr durch die Mitgliederversammlung beschlossen wurde das Geschäftsjahr so zu legen, dass es dem Kalenderjahr gleich kommen würde, musste laut Satzung noch eine Jahreshauptversammlung einberufen werden.
Wie zu erwarten, kamen deswegen nicht so viele wie eigentlich gehofft. Trotzdem war die Stimmung gut und die Versammlung konnte so schnell und unkompliziert gehalten werden.
Im Gegenteil zu den vergangenen Jahren wurde diese selbst organisiert und fand im Pfadpfinderhaus in Metzingen statt.
Nach getaner Arbeit konnten wir uns am Feuer bei Grillwurst und Steak, garniert mit klasse Salat erquicken. Hier insbesondere einen Dank an Grahams Frau, die uns mehr als tatkräftig unterstützte, aber auch an Hotti und Graham, die hier deutlich Einsatz zeigten!
Die gute Resonanz und das schöne Ambiente haben uns zum Schluss kommen lassen, dass wir das zukünftig immer so machen sollten!
Danke nochmals an alle!

Axel Bystrzinski

 

 
 
 
 
Bilder: A. Bystrzinski

 

24.03.2012 Einseiltechnik I

Einen Tag vor unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung war wieder einmal Ausbildung angesagt:
"Einseiltechnik 1" stand auf dem Ausbildungsplan.
So trafen wir uns morgens um 11 Uhr am Parkplatz Käpfle und durften nach dem wie immer steilen aber nicht allzu langen Warmmachaufstieg einen komplett eingebauten Übungsturm erklimmen. Danke an die Helfer und unseren Ausbildungsleiter Daniel Bauer.
Der Tag gestaltete sich dann als sehr unterhaltsam. Gelächelt wurde bei manch einem, der vor lauter Üben dann Hilfe brauchte um wieder den Boden der Realität zu berühren (es gibt halt auch Taucher unter uns!)
Wie immer ein gelungener Tag - und bei schönem Wetter macht das ja auch Spass!

Axel Bystzinski

 

 
 
Bilder: A. Bystrzinski

 

12.02.2012 Tauchertreffen

In aller Herrgottsfrühe trafen sich eine Handvoll Taucher der Höhlenrettung im Parkhaus Post in Überlingen.
Sie trotzten den harten Umweltbedingungen bei 20 Grad unter Null und schafften es tatsächlich, sich in das kühlende Nass des Bodensees zu stürzen.
Belohnt wurden sie bei dieser Witterung mit einem Tauchgang in 45m Tiefe bei klasse Sicht entlang der Überlinger Steilkante.   
Nach dem Tauchgang konnten die Erfahrungen bei Glühwein, Kaffee und Bier ausgetauscht werden.

Axel Bystrzinski

 

 
 
Bilder: M. Leyk, R. Grimm

Archiv 2011

28.12.2011 Silvesterschwimmen in Konstanz

Beim traditionellen Jahresabschluss der DLRG Konstanz nahm wieder eine Gruppe der Höhlenrettung Baden-Württemberg am Silvesterschwimmen teil.
Die äußeren Bedingungen waren hervorragend, das aufgebaute Floß mit wunderschönem und viel gelobtem Feuerwerk ein toller Erfolg.
Der Bodensee hatte diesmal mehr Wasser, so ging das Schwimmen mit dem Floß leichter.
Für die Höhlenrettung waren Aaron, Bernd und Rafael im Wasser.

Bernd Hugger

 

Bild1
Bild1
Bilder: R. Grimm, B. Hugger
Und wer möchte kann sich hier einen Film von Rafael Grimm darüber ansehen ...
FILM.WMV

 

06.11.2011 Befahrung Hessenhauhöhle

Auf Einladung der Arge Blaukarst war es einer Gruppe von Mitgliedern der HRBW erlaubt eine Befahrung der Hessenhauhöhle aus rettungstechnischer Sicht zu unternehmen:

Einstieg kurz nach 11 Uhr. Mit der großen Gruppe dauert es lange bis wir unten sind. Außerdem wird fast jede Engstelle und Schacht videografiert und das dauert extra. Nach 1,5 Std. hat die lange Karawane die Schachtstrecke hinter sich und windet sich durch die Mäander der Plätscherklamm. Im Rauschtunnel kommt Stimmung auf und an der Nordblau sind alle voller Begeisterung für diese phantastische Höhle.
Zuerst geht es zum Säulensiphon. Danach beginnt ein Teil der Gruppe schon mit dem Aufstieg, der andere Teil geht durch den riesigen Höhlengang an vielen Speleothemen vorbei zum Suppinger Siphon. Gerald und Matthias können dort bei der guten Sicht nicht wiederstehen und tauchen mit Franks PTG hindurch.
Der Rückweg geht dann ohne Filmerei schneller als der Hinweg. Die Engstellen sind lästig, der Aufstieg durch den Blinddarm kein Problem und um ca.18:30 Uhr sind alle wieder draußen.
Nach der Befahrung steht fest, dass auf Grund der sehr außergewöhnlichen Gegebenheiten in dieser Höhle nichts passieren darf, was einen Höhlenrettungseinsatz nötig machen würde. Deshalb empfehlen wir die perfekte Ausstattung des Biwaks und ein genaues Einmessen des höchsten Punktes im Toten Gebirge, um an dieser Stelle im Ernstfall möglichst schnell eine Rettungsbohrung durchführen zu können, da die horizontalen Verwinkelungen im Plätscherklamm eine Rettung nahezu unmöglich machen.

Die Gäste der Höhlenrettung Baden-Württemberg bedanken sich bei der Arge Blaukasrt für die freundliche Einladung zu dieser Befahrung.

Matthias Leyk

 

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Bilder: M. Leyk, mit Genehmigung der Arge Blaukarst

 

16.10.2011 Ausbildung Kameradenrettung

Übung macht den Meister! Und was macht man in der Fledermausschutzzeit - natürlich nicht auf der faulen Haut liegen - sondern üben. Die Kameradenrettung dient dazu einen Kameraden aus dem Seil zu holen, bevor dieser ein Hängetrauma erleidet. Das Hängetrauma ist ein lebensbedrohlicher Schockzustand, verursacht durch langes Hängen in einem Sitzgurt. Hierbei kommt es zu einem Versacken des Blutes und in Folge zu einer Mangelversorgung des Gehirnes mit Sauerstoff. Hängetraumata können bereits nach wenigen Minuten auftreten, spätestens jedoch nach etwa 25 - 30 Minuten. Jeder Höhlengänger sollte also in der Lage sein, den Kameraden aus dem Seil zu retten. Die unterschiedlichen Methoden hierfür konnten wir an einem wunderschönen Oktobertag am Käpfle üben. Weitere Highlights waren dann noch die Vorstellung eines neuartigen Zugsystems, dass selbst bedient werden kann, sowie die Basics für die anwesenden Gäste und diejenigen von uns, die auch das nochmals üben wollten.

Matthias Leyk

Bilder: A. Bystrzinski u. M. Leyk

 

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17.09.2011 Rettungsübung

Die Alarmierung erfolgte am Vorabend mit Group-Alarm per SMS. Das Übungs-Szenario: Ein Höhlenforscher ist beim Erklettern eines Schlotes abgestürzt. Der Fußpunkt des Schlotes liegt hinter einer Engstelle am Ende des Horizontalteils. Der Vorstoßtrupp fand das Opfer schnell, der Kommunikationstrupp folgte nach, ausgestattet mit brandneuen CaveLink-Geräten, die sich auf Anhieb bewährten. Ein Arzt wurde angefordert. Der untersuchte den Verletzten, diagnostizierte einen Oberschenkelbruch. Das Bein wurde geschient und das Opfer in eine flexible Trage verpackt. Zwei Retter „opferten“ sich als „Unterlage“ in dem schlammigen Schluf, so dass über sie die Trage hochkant durchgezogen werden konnte. Der restliche Transport über einen See, die Versturzhalde hinauf und wieder hinunter, dann den niedrigen Gang hinaus, war problemlos. So konnten wir schon um 15:00 mit der gemeinschaftlichen Reinigung des Depotmaterials beginnen, während gleichzeitig der Grill vorbereitet wurde. Eine Manöverkritik mit anschließendem gemütlichem Beisammensein (soweit im Dauerregen möglich) beendete diese bemerkenswerte Übung. Bemerkenswert deshalb, weil sie uns zeigte, dass wir trotz der Wirren des ersten Halbjahres voll einsatzfähig sind und – im wahrsten Sinne des Wortes – „an einem Strang ziehen können“ (siehe drittes Bild).

Michael Wasmund

 

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Bilder: M. Leyk u. W. Strittmatter

 

24.09.2011 Höhlenretter warnen vor erhöhten CO2-Werten

Bei einem Besuch am 24.09.2011 der Grotte Fourbanne im Dep. Doubs wurden im hinteren und tiefer liegenden Bereich der Höhle erhöhte CO2 Werte festgestellt. Der Kohlendioxidgehalt in diesem Höhlenabschnitt lag bei ca. 5 %. Dies konnte auf Grund der Symptome wie starke Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, der gestiegenen Herzfrequenz und stärkerem Schweißbildung ermittelt werden. Vermutlich lag die CO2 Ansammlung an der zurzeit herrschenden Wetterlage und der Jahreszeit. Durch den Wechsel der Luftbewegung vom Sommer- auf das Winterklima ist der Luftzug, der das schädliche Kohlendioxid, mit nach draußen nehmen kann, im hinteren Bereich der Höhle zum Erliegen gekommen. In einigen Tagen/Wochen dürfte sich die CO2 Konzentration wieder auf eine relativ normale Konzentration gesenkt haben. 
 
Einer Gruppe von jungen Höhlengängern konnte auf die Situation in der Höhle hingewiesen werden. Der Lehrer bedankte sich für diese Information und versprach, mit seiner Gruppe den hinteren Teil der Höhle nicht zu befahren und die Information weiterzureichen.

Michael Hottinger

 

14.09.2011 Alarmierung

bei einem EL der Höhlenrettung Baden-Württemberg ging am 14.09.11 um 21:50 Uhr eine Vermisstenmeldung der Leitstelle Esslingen ein:
„Zwei Personen haben ihre Alarmzeit (21:30) überschritten. Sie sind mutmaßlich mit Neoprenanzügen im Raum Grabenstetten unterwegs. Weiteres unbekannt.“
Rückfragen des ELs der HöRe BW bei der Alarmgeberin, einer Freundin einer Vermissten, ergaben leider nichts Genaues. Weder Ausrüstung, Erfahrungshintergrund, PKW-Kennzeichen etc. waren bekannt.
Mit der Leitstelle wurde vereinbart, dass eine Polizeistreife am Parkplatz bei der Falkensteiner Höhle vorbei fährt, um zu prüfen, ob sich dort ein herrenloses Fahrzeug befindet.
In der Zwischenzeit wurden die Kräfte der Höhlenrettung BW über GroupAlarm in Bereitschaft versetzt.
Noch bevor eine Rückmeldung der Polizei über die Situation am Parkplatz erfolgte meldete sich die Alarmgeberin bei der Einsatzleitung und teilte mit, dass die Vermissten sich gemeldet hätten und nicht in einer Höhle gewesen wären.
Daraufhin wurde die Bereitstellung der Höhlenretter aufgehoben. Aufgrund der kurzen Alarmierungsdauer kam es nicht mehr zur geplanten Information der Malteser Höhlenrettung.
Dieser Fehlalarm zeigt einmal mehr, wie wichtig eine rechtzeitige Rückmeldung und die genaue Information der Vertrauensperson bei der Abmachung einer Alarmzeit ist.
 
Dank den Mitgliedern für ihre Rückmeldungen & Einsatzbereitschaft!

Matthias Leyk, Einsatzleiter

 

26. - 28.08.2011 Vereinsausflug in den Chiemgau

Unsere diesjährige Vereinsausfahrt führte uns in den Chiemgau auf die Riesenhütte. Nachdem sich am Freitagnachmittag die Angemeldeten am Treffpunkt versammelt hatten, ging es bei bestem Wetter den ca. 9 km langen, beschwerlichen Weg hinauf zur Riesenhütte. Überschattet wurde der Aufstieg durch die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes, der schwere Regenfälle, Gewitter und Orkan für den Bereich Chiemgau angekündigt hatte. Wider erwarten konnten wir bis spät in die Nacht draußen vor der Hütte sitzen, bis uns dann der Generator für die Beleuchtung abgeschaltet wurde. Nachts kam der angesagte Orkan dann doch noch und bescherte uns einen etwas windigen und vernebelten Samstag. Dieser wurde dann von ein paar Hartgesottenen genutzt, um der Schlüssellochhöhle beim Laubenstein einen Besuch abzustatten. Abends konnten wir uns dann bei einem deftigen Schweinebraten und Bier von den Strapazen erholen. Bei bestem Wetter ging es dann am frühen Sonntagmorgen zur kleinen und großen Riesenhöhle. Der anschließende Abstieg zum Wanderparkplatz wurde uns noch durch einen Stopp auf der Frasdorfer Hütte versüßt. Obwohl die Kleinsten unter uns sicherlich mit dem langen Auf- und Abstieg zu kämpfen hatten, so wurde von allen beteiligten bestätigt, dass dieses Wochenende harmonisch und klasse gewesen ist und unbedingt wiederholt werden muss.

Axel Bystrzinski

 

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Bilder: A. Schlierer u. A.Bystrzinski

 

23.07.2011 Schulsanitätstag

Am 23.7.2011 fand der Schulsanitätstag erstmals in der Grund- und Hauptschule Reichenau statt. Neben vielen anderen Hilfsorganisationen wie THW, Feuerwehr, Höhenrettung, Hundestaffel, Bergwacht, DRK war dieses Jahr auch wieder die Höhlenrettung vertreten, verstärkt durch einige externe Freunde, Sebastian Sterk, Aaron Richmond und Joachim Grimm, die sich kurzzeitig bereit erklärt hatten mitzuhelfen. Der Aufbau erfolgte bereits am Freitag durch Rainer Friedrich, Sebastian und Rafael. Neben dem altbewährten Tunnel, durch den die Teilnehmer kriechen und Material transportieren mussten wurde erstmals eine neue Idee verwirklicht. Die Idee war das Gefühl eines Höhlentauchers zu vermitteln, der sich bei Nullsicht durch ein labyrinthisches System entlang einer Führungsleine tasten muss um eine vermisste Person zu finden. Dazu wurde der folgende Parkours aufgebaut, mit Folie abgedeckt, und von Aaron betreut. Den Teilnehmern wurden die Augen verbunden, dann mussten sie sich entlang der Führungsleine durchkämpfen. Die Aufgabe war erfüllt, wenn sie zum Ausgang zurück gefunden hatten.

Rafael Grimm

 

Bilder: R. Grimm

 

Archiv vor 2011

12.05.2009 Höhlenrettung auf Gefahrstoffsuche

Am 12. Mai 2009 wurde die Höhlenrettung  Baden -Württemberg zu einem nicht ganz alltäglichen Einsatz gerufen. Einige Mitglieder der HRBW sollten einen alten Stollen nahe eines ehemaligen Tuffsteinbruches im Auftrag der Stadt Reutlingen absuchen. 6 erfahrene Höhlenretter erkundeten und dokumentierten den rund 56 m langen, zum Teil einsturzgefährdeten Tunnel. Es wurden im Tunnel Sprengstoffreste und ähnlich gefährliche Überbleibsel vermutet, was sich aber nicht bewahrheitet hatte. Außer altem Müll konnten keine gefährlichen Stoffe entdeckt werden.

Die Höhlenrettung empfahl den Verschluss des Stollens. Die Stadt Reutlingen bedankte sich mit einer Spende für die Arbeit des Vereins.

M. Hottinger

 

Bild: M. Hottinger

 

Sicherungsmaßnahmen in den Höhlen der Schwäbischen Alb

Auch in diesem Frühjahr und Sommer waren wieder einige Mitglieder der Höhlenrettung Baden-Württemberg in den Höhlen der Schwäbischen Alb unterwegs, um Bohrhaken und Spits auf Ihre Sicherheit zu kontrollieren.
Auf verschiedenen Kontrollfahrten quer über die Schwäbische Alb wurden in mehreren Schachthöhlen die Sicherungs- und Abseilstellen kontrolliert und gegebenenfalls durch neue Laschen und Expressanker aus witterungsbeständigem Edelstahl ausgetauscht.
So wurden die teils sehr alten und abenteuerlichen Haken aus Abseilstrecken mit über 30 m Tiefe saniert und somit etwas für die Sicherheit der Höhlenbefahrer getan. Die neuen Anker wurden zum großen Teil von Mitgliedern der Höhlenrettung gespendet. Solche Aktionen kosten Zeit und Geld, lohnen sich aber im Hinblick auf die Prävention von Höhlenunfällen.
Weiter wird durch sichere Einbauten das Setzen von zusätzlichen Spits reduziert. Wer sich manche altbekannte Abseilstelle ansieht, findet oft auf kleinen Flächen mehrere unnötige Spits. Die nicht rostfreien Spits haben durchaus noch ihre Berechtigung bei der Erforschung von Höhlen, da sie einen minimalen Impakt auf die Höhle darstellen und gleichzeitig gute Sicherheit bieten. In häufiger befahrenen Höhlen wird dagegen inzwischen meist auf Edelstahleinbauten zurückgegriffen. Sie bieten hohe Sicherheitsreserven, sind den Belastungen eines Rettungseinsatzes gewachsen und sind umweltfreundlich, da sie das unkontrollierte Setzen von Spits überflüssig machen.
Im nächsten Jahr sollen die Kontrollen fortgesetzt werden.


M. Hottinger

 

Bilder: M. Hottinger

 

21. 07. 2007 Schulsanitätstag in Radolfzell am Bodensee

Am 21. Juli 2007 fand in Radolfzell am Bodensee der 3. Schulsanitätstag statt.
Mit dieser Veranstaltung wurde den Schulsanitätern der Klassen 1-13 des Landkreises Konstanz und anderen Landkreisen in Baden-Württemberg erneut für ihre Tätigkeit gedankt und ihnen die Möglichkeit gegeben, sich über andere Bereiche des Rettungswesen (DLRG, freiwillige Feuerwehr, THW, DRK Bergwacht Württemberg , Jugendrotkreuz, DRK Hunderettungsstaffel und Höhlenrettung Baden-Württemberg) zu informieren. Schon im Vorfeld der Veranstaltung kam von vielen Teilnehmern die Frage, ob denn auch wieder die Höhlenrettung dabei sei.

In der Begrüßungsrede erzählte Herr Landrat Frank Hämmerle, aus dem Landkreis Konstanz, ausführlich von seiner Tour in die Aachdoline mit Rafael Grimm und Rainer Friedrich und erklärte, wie wichtig und interessant er die Arbeit der Höhlenrettung findet, von der die meisten Personen noch nichts gehört haben. Herr Landrat Hämmerle war beim letzten Schulsanitätstag auf uns aufmerksam geworden und hatte dort den Wunsch geäußert gerne mal eine Höhle zu befahren, was im Juni verwirklicht werden konnte.
Die HR-BW war mit 5 Personen vor Ort (Rafael und Susanne Grimm, Rainer Friedrich, Bernd Hugger und Silke Brumme). Es sind ungefähr 360 Schulsanitäter plus Betreuer zum Schulsanitätstag gekommen, die in 5 Gruppen die einzelnen Stationen der jeweiligen Rettungsorganisationen für ca. 35 Minuten besuchten.

Bei uns durften die Schulsanis in Teilgruppen zu ca. 20-25 Personen einen 10-minütigen Film von Matthias Leyk über die Rettungsübung in der Laichinger Tiefenhöhle im Februar 2006 anschauen, eine Person in die SKED-Trage einpacken sowie einen Parcours absolvieren.
Der Parcours mit Engstellen, der wieder mit Geräten aus der Sporthalle aufgebaut worden war, war dieses Jahr etwas anspruchsvoller. Nach einer horizontalen Kriechstrecke ging es eine Schräge mit ca. 30° Steigung hoch, die nur kriechenderweise zu bewältigen war. In ca. 1,8 m Höhe mussten die Kids sich durch ein Loch in der Sprossenwand hindurcharbeiten und anschließend wieder auf den Boden hinunterklettern. Dieser Parcours durfte erst ohne und dann mit Schleifsäcken durchkrochen werden. Die Schleifsäcke waren z.B. mit Bleigurten, Medizinbällen und Wolldecken gefüllt. Parallel dazu wurde mit 2 Heulruftelefonen vom Höhleneingang zum Endpunkt der "Bodenseehöhle" eine Meldung gemacht, wie viele Personen, von welcher Schule, wieviele Schleifsäcke nach hinten bringen.
Die ca. 35 Minuten für jede Gruppe vergingen wie im Flug und wie letztes Jahr hatten die Kids wahnsinnig viel Spaß und ließen sich trotz des schwülwarmen Klimas in der Turnhalle nicht bremsen.
Die Veranstaltung war für die HR-BW aus unserer Sicht erneut ein voller Erfolg. Wir planen nächstes Jahr wieder beim Schulsanitätstag mitzumachen und würden uns freuen, wenn noch andere Höhlenretter Lust und Zeit haben mitzuhelfen.

S. Brumme

 

Bilder: B.Hugger