Aktuelles

 

21.07.18 Schulsanitätstag auf der Reichenau

Dieses Jahr fand der SSD-Tag auf der Bodenseeinsel Reichenau statt. Dieses Jahr wurde die Höhlenrettung von 11 Höhlenrettern vertreten und teilgenommen haben natürlich die Höhlenrettung, die Feuerwehr, das DLRG, das DRK Stockach, das Bärenhospital und die Polizei. Außerdem gab es eine Notfalldarstellung, in der eine Notbremsung gezeigt wurde, eine Fotostation, ein Parcours und eine Hundestaffel. Teilgenommen haben um die 370 Schulsanitäter. Die meisten Höhlenretter halfen bereits am Freitag beim Aufbau der Stationen und übernachteten dann.
 

 
Nachdem alles geschafft war und wir Pizza gegessen hatten schauten wir noch einen Film und Manche sind danach noch in der Dunkelheit baden gegangen. Die Stationen waren wie üblich das Höhlenkino, einen Flaschenzug aufbauen, das Transportieren einer Person in einer Trage, Knotenkunde, in welcher die grundlegenden Knoten geübt wurden und zu guter Letzt der berühmt berüchtigte Höhlenparcours bestehend aus Matten, Bänken, Kartons und vielem mehr.


Nachdem der SSD-Tag mit einer Rede beendet wurde, bauten wir alles ab, putzen die Halle und sind anschließend noch in ein benachbartes Restaurant eingekehrt.


Nils Bystrzinski

 

 

22.-24.06.18 HRVD-Übung in Sachsen

Vom 22. bis 24. Juni war das Bielatal in der Sächsischen Schweiz Übungsgebiet des Höhlenrettungsverbunds Deutschland (HRVD). Die Bergwacht Sachsen des DRK hat dieses Wochenende mit viel Begeisterung, körperlichem und psychischem Einsatz und tollen Ideen vorbereitet. Vielen Dank an dieser Stelle an das gesamte Team aus Sachsen!
Von der Höhlenrettung Baden-Württemberg haben Albrecht Schlierer, Martin Groß, Rafael Grimm, Michael Jettmar und Thomas Häußer den mehr oder weniger langen Weg auf sich genommen um teilzunehmen.
Ziel der Übung war es, den Ernstfall gemeinsam mit den verschiedenen Höhlenrettern aus ganz Deutschland zu proben. Darunter waren Kollegen der Höhlenrettung Sachsen, Höhlenrettung Nordbayern, Höhlenrettung Südbayern, Fachgruppe Höhlenrettung der Feuerwehr Breitscheid, Höhlenrettung Hessen/Rheinland-Pfalz sowie der Untertagerettung der Bergwacht Harz. Konkret ging es darum, vermisste Personen im Gelände ausfindig zu machen, aus engen Spalten zu befreien und vertikal sowie horizontal aus der Höhle zu bringen.
Die Höhlen in dieser Region haben es in sich: Meist nicht sehr groß, dafür aber recht eng und tief. Nicht umsonst legten die Kollegen aus Sachsen am Vorabend eine selbst konstruierte Vorrichtung auf den Boden, an dem man seine "Engstellentauglichkeit" erproben konnte: 25 cm oder gar 20 cm durch die man sich auf dem Bauch liegend zwängen durfte.
Im Gelände wurde uns wieder einmal bewusst, wie wichtig es ist, vor jeder Höhlentour jemandem an der Oberfläche mitzuteilen, in welche Höhle man geht. Da diese Information nicht vorlag, mussten erst zahlreiche Höhlen abgesucht werden, bis verdächtige Dinge gefunden wurden. An einem Baum festgemachte Seile oder im Gebüsch abgelegte Rucksäcke lieferten erste Hinweise auf die möglicherweise verunfallten Personen.
Nachdem die Gesuchten ausfindig gemacht waren, nahm die Rettung den erlernten Ablauf. Die ersten Schritte bei der Rettung wie Wärmeerhalt und psychische Betreuung des Patienten müssen schnell gewährleistet sein. Anschließend baut man ein Kommunikationsnetz auf, welches die Verständigung vom Patienten zur Einsatzzentrale an der Oberfläche ermöglicht. Ein Arzt muss den Patienten erreichen können, medizinisch versorgen und entscheiden, ob und wie der Patient transportiert werden kann. Spezielle Rettungstragen müssen herbeigeschafft werden und aufwändige Flaschenzug-Konstruktionen errichtet werden. All dies konnte während der Rettungsübung geübt werden. Auch mit einer inszenierten Oberschenkelfraktur, Verletzung der Wirbelsäule oder einer gebrochenen Hand waren alle Patienten nach bis zu sechs Stunden aus verschiedenen bis zu 30 m tiefen Höhlen befreit.
Auch trotz verschiedener Dialekte, Mentalität und Herkunft, konnte man feststellen, dass die Kooperation der Mannschaften bei einem Ernstfall bestens funktioniert. Dank laufender Ausbildung bei der Höhlenrettung Baden-Württemberg, sind die Mitglieder mit dem speziellen Material und der Technik gut vertraut und körperlich einsatzfähig. Nochmals und ganz besonders möchten wir uns bei der Bergwacht Sachsen und dem DRK für die perfekte Vorbereitung und die großzügige Versorgung an diesem Wochenende bedanken.

Michael Jettmar

 

Bilder: Norbert Weber

 

14.04.18 EST1 Training in Albstadt-Margrethhausen

Das EST1 Training fand in diesem Jahr etwas verspätet statt. Grund hierfür war die Sperrung unseres bisherigen Trainingsstandortes „Käpfle“ durch die Stadt Reutlingen.
Freundlicherweise stellten uns Krista und Gustav Krigar spontan ihre Scheune für das geplante Training zur Verfügung. Das Aufbauteam traf sich bereits um 12.00 Uhr um die in die Jahre gekommenen alten Seile herauszuschneiden und durch die von der Höhlenrettung gespendeten „neuen“ Seile zu ersetzen.
Das Training war ganz bewusst an die Adresse von Anfängern und weniger routinierten Personen gerichtet. Hier sollten alle die Möglichkeit bekommen ausgiebig Knoten, Abseilen, Auf- bzw. Umsteigen zu üben.
Um 13.00 Uhr trafen dann die Teilnehmer ein. Aufgrund einiger kurzfristiger verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle war die Gruppe zwischenzeitlich recht überschaubar geworden.
Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung ging es auch schon mit den praktischen Übungen los. Aufgrund der reduzierten Teilnehmerzahl konnten alle die geplanten Schwerpunkte recht ausgiebig trainieren.
Gegen 17.00 Uhr endete die Veranstaltung. Entsprechend der Tradition haben wir den Tag im nahegelegenen Biergarten ausklingen lassen.
Wir möchten uns auf diesem Wege nochmals bei Krista und Gustav für die Möglichkeit bedanken in Ihrer Scheune das Training durchführen zu können. Wir werden sicherlich nicht das letzte Mal dort gewesen sein.

Jürgen Staufer

 

Bilder: Staufer u. Bystrzinski

 

04.02.18 Erste Hilfe Kurs

Auch in diesem Jahr trafen wir uns wieder zum Erste-Hilfe-Kurs in den Schulungsräumen der Berufsfeuerwehr in Reutlingen.
Trotz krankheitsbedingter Ausfälle waren noch 29 Teilnehmer am Start um Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Der Kurs wurde wieder einmal von Martin Junginger durchgeführt.
Zu Beginn wurden wir von Martin in kleine Gruppen eingeteilt und bekamen jeweils unterschiedliche Notallaufgaben gestellt. Im Anschluss wurden diese Situationen dann allen Teilnehmern präsentiert.
Die notwendige Theorie war gefolgt von vielen praktischen Übungen um das Gelernte sofort umzusetzen und zu verfestigen. HLW, Einsatz Defibrillator, stabile Seitenlage, Wundversorgung, Zugang legen etc. standen auf dem Programm. Um die Verletzungen realistisch erscheinen zu lassen, wurden sie mittels „Wundschminke“ wirklichkeitstreu dargestellt.
Kurzerhand wurden noch die unterschiedlichen Rettungstragen aus dem Depot geholt und in den Kursablauf integriert. Es hatte sich gezeigt, dass der Aufbau und die Nutzung der unterschiedlichen Tragen (React, Sked u. Schwarzer) nicht immer bekannt war.
Auf dem Gelände der Feuerwehr wurde noch eine Unfallsituation mit starker Rauchentwicklung nachgestellt. Betroffen hiervon waren 2 Pkw und 1 Motorrad. Ziel der Übung war es, das zuvor erworbene Wissen bei einer praktischen Übung umzusetzen. Sicherung der Unfallstelle, Absetzen eines reellen Notrufes bei 112, Bergung und Versorgung der verunfallten Personen konnten entsprechend trainiert werden.
Im Anschluss konnten Interessierte noch im Rahmen des EHK einen Gesundheitscheck durchführen, d.h. Prüfung des Lungenvolumens, EKG, etc.
Aufgrund des ständigen Wechsels, zwischen Theorie und den sehr ausgeprägten praktischen Übungseinheiten, verflog die Zeit wieder einmal viel zu schnell.
Ich möchte daher speziell Martin für seinen Einsatz, aber auch allen anderen Helfern für Ihre Unterstützung danken die diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben.
Im Anschluss an das Trainingsende trafen sich einige Teilnehmer noch im naheliegenden Gasthaus Karz zur traditionellen Nachbesprechung. Nach einer ausgiebigen Stärkung machten sich dann alle auf den wohlverdienten und teilweise stark verschneiten Heimweg.

Jürgen Staufer

 

Bilder: Staufer u. Bystrzinski

 

14.01.18 Tauchertreffen

Die Schneeschmelze und die Regenfälle der vergangenen Tage versprachen, dass viel Wasser aus der Wulfbachquellhöhle fließen würde. Als wir dann am Sonntag die Menge sahen, die gegenüber wasserärmeren Perioden den Bach Richtung Mühlheim herunterfloss, waren wir uns nicht mehr sicher, ob wir überhaupt über den kleinen Wasserfall nach dem ersten Syphon in die Höhle kommen würden. Entgegen aller Befürchtungen schafften wir das dann doch. Bedingt durch die Strömung und den Zufluss von der Oberfläche war die Sicht nicht ganz so klar wie sonst. Das konnte uns aber nicht hindern den Tauchgang zu genießen. Nach knapp 2 Stunden waren wir dann wieder am Tageslicht und konnten das Erlebte bei der obligatorischen Nachbesprechung verarbeiten und noch viele Informationen zur Ausrüstung und zukünftig geplanten Tauchgängen bereden.

Axel Bystrzinski

 

Bilder: A. Bystrzinski